Sonntag, 14. Juli 2024

Projekt „Schule fürs Leben“-Unsere Schüler werden flügge

Was gibt man jungen Erwachsenen mit auf den Weg, wenn sie nach 6 Jahren Realschulzeit flügge werden und die gewohnte Umgebung und liebgewonnene Mitschüler*innen verlassen, um neue Wege zu bestreiten? Sicher viele gute Wünsche und Tipps. Besser noch, wertvolle Praxisbausteine, die die Jugendlichen selbst erproben können. Und man bucht Referenten verschiedener Einrichtungen, die wertvolle Lebenserfahrungen aus erster Hand weitergeben. Viele Monate vorher setzten sich die Lehrkräfte der Realschule der Pfingstrittstadt zusammen und überlegten gemeinsam, was ein 16-Jähriger braucht, wenn er auszieht

Heraus kam für unseren Abschlussjahrgang eine komplett neue Projektwoche - die „Schule fürs Leben“. Der Zeitpunkt, eingebettet zwischen den abgeschlossenen schriftlichen und bevorstehenden mündlichen Prüfungen, konnte nicht besser gewählt werden.Themen wie z.B. „Gesunde Ernährung, Wäsche sortieren und Wäscheetiketten lesen, Bügeln, Müllvermeidung und Grundlagen der Abfallwirtschaft im Landkreis Cham“ wurden nicht nur angesprochen, sondern zum Teil auch gleich praktisch umgesetzt.

Interessierte Schülerinnen und Schüler probierten sich in der Löttechnik und löteten z.B. eine Kojak-Sirene, bekannt geworden aus einer gleichnamigen amerikanischen Serie der 70-er Jahre, zusammen und waren stolz auf ihre Ergebnisse.

Wie schnell es geht, dass man im Alltag einen Verunfallten z.B. wiederbeleben muss, kann man ständig in den Nachrichten mitverfolgen. Schön, dass sich 29 Schüler*innen für einen vollständigen Erste-Hilfe-Kurs entschieden haben, alle Übrigen übten zwei Stunden unter Anleitung die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dafür wurden bereits im Mai vier weitere Kolleginnen und Kollegen der Realschule von Frau StRin Barbara Kuchler ausgebildet.

Ab Mittwoch unterstützten auswärtige Referenten das Lehrerkollegium.

Daniela Schaller, Bezugstherapeutin und Heilerziehungspflegerin von der Maximilianshöhe in Furth im Wald, und Teresa Hauschulz, ehemalige Realschülerin jetzt dual studierend, kamen in Begleitung von zwei Bewohnern dieser soziotherapeutischen Wohnstätte. Nachdem das Haus für suchtkranke Menschen und die Behandlungsziele genauer beleuchtet wurden, berichteten die beiden Bewohner über ihr Leben vor der Erkrankung, über ihren Alltag in der Wohngruppe und über ihre Zukunftsvorstellungen.

„Kneipp dich fit“ mit“ Kneipp-Gesundheitstrainerin Bettina Pritzl war ein weiterer Baustein. Fragen wie z.B. „Wie kann ich im Gehirn neue Synapsen bilden? Warum ist die Kombination Sprechen und Bewegung sehr förderlich für die Gedächtnisleistung? Welche Aromatherapien und Massagen machen mich wacher und konzentrierter?“ wurden genauer beleuchtet. Bettina Pritzl hatte jede Menge Material und Übungen parat und motivierte die Schülerinnen und Schüler, alles sofort selbst auszuprobieren.

Von der Polizeiinspektion Furth im Wald stattete Polizeioberkommissar Andreas Aschenbrenner, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, einen Besuch ab. In seinem äußerst kurzweiligen Vortrag standen die Themen „Führerschein auf Probe, Promillegrenzen, polizeiliches Führungszeugnis, Informationen über verschiedene Drogen, insbesondere über die Einstiegsdroge Cannabis und wichtige Partyregeln, die selbstverständlich sein sollten, damit z.B. der Diskobesuch nicht zum Alptraum wird“, auf der Tagesordnung.

„Steuern für Anfänger, Versicherungen und Finanzprodukte für Auszubildende und Business-Knigge“ waren weitere Workshops in dieser Aktionswoche. Unsere Schulabgänger*innen erhielten hier wertvolle Tipps, z.B. wie sie finanzielle Risiken absichern können, welche Versicherungen für sie relevant sind, wie eine Steuererklärung richtig ausgefüllt werden muss und wie sie sich im späteren Geschäftsleben respektvoll und professionell verhalten sollten. Dafür war ein Knigge-Baustein eingebaut, den Herr StR Michael Franz bestritt. Regionale Unternehmen, wie die Steuerkanzlei KmPro in Cham, die AXA-Geschäftsstelle Urban in Bad Kötzting oder die Sparkasse waren wiederholt sehr willkommen an der Realschule.  Mit ihren praktischen Tipps ist es unseren Jugendlichen möglich, nach ihrem Schulabschluss ihre finanzielle Zukunft selbst aktiv mitgestalten zu können.

Alle Teilnehmenden bekamen nach Durchlaufen der Stationen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

 

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